Tarifvertrag deutsche telekom isp

In diesem Monat gaben Verhandlungsführer der Deutschen Telekom und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bekannt, dass sie für die 55.000 Beschäftigten der Telekom Deutschland, der Niederlassung des deutschen Telekommunikationskonzerns, der Einzelpersonen und Unternehmen im Land betreut, einen Kompromiss erzielt haben. Ver.di verhandelte nicht nur über eine Lohnerhöhung zwischen 4,8 und 5,2 Prozent, sondern auch die Arbeitnehmer werden ihre Arbeitszeit dank eines zusätzlichen bezahlten Urlaubs von 14 Tagen pro Jahr reduzieren. Die Vereinbarung, die andere Leistungen für Arbeitnehmer enthält, gilt für 26 Monate. Für die 20.000 deutschen Mitarbeiter von T-Systems International, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom, gilt dieser Deal jedoch leider nicht. Diese Mitarbeiter müssen das Ergebnis ihrer nächsten Vereinbarung abwarten, die Verhandlungen zwischen ver.di und der Unternehmensleitung sind für den 2. Mai angesetzt. Genauer gesagt ist die Lohnskala in zwei gleiche Teile unterteilt; diejenigen in der Hälfte mit niedrigeren Löhnen erhalten die größere Lohnerhöhung von 5,2%, während diejenigen in der oberen Hälfte eine Erhöhung von 4,8% erhalten. Die Lohnerhöhungen werden in zwei Phasen eingeführt, am 1. Mai 2018 und am 1. Mai 2019. Die niedrig bezahlte Gruppe wird ihre Löhne um 3,1 % und dann um 2,1 % erhöhen, während die Löhne der Zweitbeschäftigten um 2,7 % und dann um 2,1 % steigen werden. Das Endergebnis liegt sehr nahe an der ursprünglichen Lohnforderung von Verdi, die Gewerkschaft hat eine Erhöhung um 5,5 Prozent gefordert. Inzwischen werden die Löhne für Lehrlinge in zwei Phasen erhöht, um 40 Euro und dann 30 Euro monatlich.

Die Vereinbarung enthält auch eine Beschäftigungsgarantie, die bis zum 31. Dezember 2020 gilt. Alke Boessiger, Leiterin ICTS-Branche bei UNI Global Union, erklärte: “Das ist ein hervorragendes Ergebnis für ver.di und die 62.000 Beschäftigten der Deutschen Telekom in Deutschland, die eine wohlverdiente Lohnerhöhung erhalten. Der Erfolg dieser Verhandlungen zeigt, was durch sektorale Tarifverhandlungen und starke gewerkschaftliche Unterstützung erreicht werden kann.” Die Sozialpartner haben sich auch auf eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit geeinigt, die von 38 auf 36 Stunden sinken wird. Die Abschlagszeit – die ab 2019 gilt – wird jedoch nicht auf den Wochenplan angewendet, da die Arbeitnehmer stattdessen 14 Tage bezahlten Urlaub pro Jahr erhalten. Gemäß der Vereinbarung gilt die Arbeitszeitverkürzung auch für Teilzeitmodelle, die innerhalb des Unternehmens existieren.

Comments are closed.